Vortrag ‚Autismus im Erwachsenenalter‘

An Donnerstag, dem 16.11.2017, war ich auf einem Vortrag aus der Reihe ‚Hat das was mit Autismus zu tun?‘. Das Thema des Abends war ‚Autismus im Erwachsenenalter‘, die Präsentation befasste sich mit Krankheiten, die zusätzlich zum Autismus auftreten können. Der Vortrag wurde von Frau Dr. Tanja Richter-Schmidinger gehalten. Diese ist Diplom-Psychologin, eine von mehreren Anlaufstellen für Autismusdiagnosen in Bayern und Leiterin der Spezialsprechstunde für Autismus, ADHS, Minderbegabung und Fahreignung an der Universitätsklinik Erlangen.

Die Präsentation war auf durchgängig anspruchsvollem Niveau mit einer gehobenen Fremdwortdichte. Durch die Ausführungen und Erklärungen der Referentin zu einzelnen Stichworten, Symptomen oder Fachbegriffen war es allerdings leicht, dem Vortrag auch als Fachfremder zu folgen. Er war sehr interessant. Zuerst gab es eine kurze allgemeine Einführung in das Thema Autismus. Danach ging es zu einem Themenkomplex mit Komorbiditäten (Diagnosen, die parallel zum Autismus auftreten können) und Differentialdiagnosen (die nicht parallel auftreten können und Autismus praktisch ausschließen).

Einige Beispiele für Komorbiditäten wären Depression, bipolare Störung und Auto-/Fremdagression. Ein Beispiel für eine Differentialdiagnose wäre beispielsweise ADHS, wobei dieses eine Sonderstellung einnimmt (es ist sowohl auf der Seite der Komorbiditäten als auch auf der Seite der Differentialdiagnosen vertreten).

Danach erläuterte sie, wie eine Diagnose im Erwachsenenalter bei ihr verläuft und welche Bereiche dafür abgefragt werden. Allerdings, merkte sie an, wäre die Wartezeit auf eine Diagnose derzeit, wie auch bei anderen Stellen, etwa anderthalb Jahre.
Die Referentin sprach frei und zeigte parallel eine Bildschirmpräsentation, auf der Stichpunkte die wichtigsten Ausführungen noch einmal zusammenfassten. Das fand ich sehr gut.
Interessant fand ich das Zahlenmaterial, das in der Präsentation aufgeführt war. In Deutschland lässt sich ungefähr ein Prozent der Bevölkerung von den Symptomen her ins Autismusspektrum einordnen, in Bayern sind es 17.000 – 25.000 Personen. Des Weiteren ist das Verhältnis Autisten zu Autistinnen etwa 3:1. Dies kann laut ihren Ausführungen allerdings auch daran liegen, dass die Diagnosen eher auf Männer zugeschnitten sind und dass Frauen viel mehr Symptome zeigen müssen, um als Autistinnen anerkannt zu werden. Im Anschluss an ihre Präsentation nahm Frau Dr. Richter-Schmidinger sich noch Zeit für aufgekommene Zuschauerfragen. Positiv hervorzuheben ist, dass sie diese Zeit sogar fest einplante, was ja nicht selbstverständlich ist. Für mich waren die Fragen sehr interessant, auch wenn mich nicht alle selbst betrafen, da sie ein breites Spektrum abdeckten, von Ernährungsfragen bis hin zu Bewerbungsgesprächen.

Alles in allem kann ich nur empfehlen, einen weiteren Vortrag aus der Reihe ‚Hat das was mit Autismus zu tun‘ zu besuchen. Sowohl Kolleginnen und Kollegen als auch Angehörigen eines Autisten (mir als Aspergerautist geht es immer so, dass ich dort viele neue Ideen bekomme und auch Fragen stellen kann, zu Dingen, die mich beschäftigen. Noch dazu kommt man mit Gleichgesinnten in Kontakt, so habe ich eine sehr gute Freundin bei einem Vortrag kennengelernt). Diese finden halbjährlich statt und werden veranstaltet von der Autismusambulanz Nürnberg. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

Wer den Verdacht hat, selbst Autist zu sein, der kann gerne Kontakt mit Frau Dr. Richter-Schmidinger aufnehmen unter dieser Mailadresse. Einen Flyer im PDF-Format zur Autismussprechstunde findet ihr hier.

Nachtrag: Alle die, die mit dem Begriff Autismus bisher noch wenig anfangen können bzw. mit dem Thema noch nicht in Berührung kamen, die können sich bei Interesse unter diesem Verweis eine sehr gut geschriebene Einführung durchlesen.

Ausgabe 013

Heute gebe ich euch Tipps, wie eure Photomotive nicht langweilig werden, stelle eine tolle Hörspielparodie vor und ein Lied, das ich anfangs nicht mochte, jetzt aber sehr gerne höre.

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Ausgabe 012 – Corsica

Dieses Mal fast vollständig auf Französisch.
Ich erzähle euch etwas von dieser schönen Insel, was ihr beachten solltet und ihr hört ein paar Radioaufnahmen, die ich dieses Jahr machte.

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Vielen Dank an Boris und Chris

für die Erwähnung meines Podcasts (siehe https://happyshooting.de/podcast/2017/10/19/530-kurzweiliges-licht/, dort ab 69:00 Minuten).

Eine kurze Einführung für den, der Happy Shooting noch nicht kennt:

Er beschäftigt sich wöchentlich mit allen möglichen Aspekten der Photografie, als da wären Motivwahl, Kauf der richtigen Kamera oder allgemeine Trends. Wer länger zuhört, kann also sein Wissen richtig aufbauen und dem, der photografieinteressiert ist, empfehle ich, mindestens noch eine weitere Folge zu hören – er wird es sicher nicht bereuen.

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Vielen Dank an Esel und Teddy

für die Verlinkung auf meinen Podcast (siehe https://www.facebook.com/eselundteddy)

Eine kurze Einführung für den, der sie n0ch nicht kennt: Die Esel und Teddy-Show ist ein Podcast, an den man nicht mit fixen Erwartungen treten sollte. Man wird immer gut unterhalten, manchmal auch zum Nachdenken gebracht, aber eines ist er garantiert nicht: Langweilig.

Es kann schon mal passieren, dass auf einen Spam-Eintrag ausführlichst geantwortet wird oder eine Sendung für Goldfische aufgenommen wird.

Wer sich das als ziemlich kurzweilig ausmalt, sollte dort definitiv mal reinhören!

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Portrait über mich auf Ellas Blog

Silke Bauerfeind hat in Zusammenarbeit mit mir ein Portrait über mich und meinen Blog veröffentlicht.

Ihr könnt es euch hier durchlesen.

Regelmäßig vorbeischauen lohnt sich, es werden sehr lesenswerte Artikel zu allen Themen rund um Autismus veröffentlicht.

Ausgabe 011 – Statusmeldung

mit einigen Gedanken zu Schnittmenge, die mir in der Zwischenzeit gekommen sind.
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The morning after

Diesen Sonntagmorgen nutzte ich mal dazu, ein paar Bilder vom Gelände des Peter-und-Paul-Fests zu machen. Ich danke allen, die sich von mir fotografieren ließen. Und wer findet, dass es auf den Photos sehr still aussieht, der kann gerne nächstes Jahr selbst vorbeisehen 🙂

Weiterführende Informationen findet ihr unter peter-und-paul.de

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Ausgabe 010 – Superradio 2000-O

Dieses Mal erzähle ich euch etwas über die meiner Meinung nach beste Rundfunkparodie bis jetzt – Superradio 2000-O.

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